| 800.000 junge Arbeitslose sind ein Skandal |
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BDKJ und Christliche Arbeiterjugend protestieren am ältesten Arbeiterdenkmal Deutschlands gegen Jugendarbeitslosigkeit. Osnabrück, 23. Mai. Gegen Jugendarbeitslosigkeit haben die Christliche Arbeiter-Jugend (CAJ) und die BDKJ-Initiative „arbeit für alle“ am Freitag beim Katholikentag demonstriert. „Die Situation hat sich für arbeitslose Jugendliche kaum gebessert. Arbeitslosigkeit ist kein persönliches Versagen, sondern ein gesellschaftlicher Skandal“, so Ludger Urbic, Geschäftsführer des arbeit für alle e.V. (afa), für die Initiatoren.
Nach wie vor sind über 400.000 Jugendliche und junge Erwachsene arbeitslos. Damit sind 12,4 Prozent der unter 25-Jährigen ohne Ausbildung oder Arbeit. Zusammen mit jungen Menschen, die in Jugendberufshilfe oder Schule qualifiziert werden und mit Ein-Euro-Jobbern, sind es über 800.000 Arbeit suchende jungen Menschen. „Wenn es nicht gelingt ihnen eine Perspektive zu geben, wird es schwierig, den steigenden Fachkräftebedarf zu decken. Außerdem wächst damit sozialer Sprengstoff für die Zukunft“, sagt Stephen Makinya aus der CAJ-Bundesleitung.
Mit einer „Playstation“ am Haarmannsbrunnen, dem ältesten Arbeiterdenkmäler Deutschlands, haben Jugendliche von CAJ und afa das jüngste Arbeitslosen-„Denk-Mal“ errichtet. Hartz-IV-Formulare ausfüllen, Schlange stehen, vor dem Fernseher abhängen, Resignation, Gewalt, Alkohol: Mit Spielszenen und Sprüchen wie „Schlimmer als Arbeitslos zu sein ist, arbeitslos zu bleiben“ haben die Jugendlichen auf die prekäre Situation, die Perspektivlosigkeit und Gefahren des Abrutschens arbeitsloser Jugendliche hingewiesen. Gleichzeitig fordern afa und BDKJ mehr Engagement gegen Jugendarbeitslosigkeit.
Mehr Infos auf www.caj.de und www.afa-bdkj.de |
